Die "Schwäbische Zeitung", eine der größten Regionalzeitungen in Deutschland, berichtet auf der Seite "Szene" vierspaltig über Emu. Leider kann ich die PDF-Seite mit diesem Programm nicht hochladen. Der Text unten im Wortlaut
Schwäbische Zeitung, Dienstag, 8. Januar 2008
Emu betritt „Sandstrand“
Der Traum von der Musikerkarriere » Emanuel Dreher, schon seit Grundschulzeiten Emu genannt, studiert seit 2005 an der Popakademie in Mannheim. Nicht nur den Freunden auf seiner Myspace-Seite gefällt die Musik des 25-Jährigen. Auch Reinhard Mey ist begeistert.
Wenn Reinhard Mey über einen jungen Musiker begeistert schreibt, dass dieser exzellente Musik mache, aus der er „Kreativität, Energie und Feuer“ heraushören könne, die „für einen Treibsatz auf seine eigene Umlaufbahn“ reiche, ist das schon ein großes Kompliment. Damit nicht genug ist dieser junge Musiker vergangenen Monat mit zwei Titeln in die Liederbestenliste aufgenommen worden, deren Jury aus Rundfunk- und anderen Musikredakteuren des deutschen Sprachraums besteht. Das vielversprechende Talent heißt Emu, mit bürgerlichem Namen Emanuel Dreher, stammt aus Leutkirch (Kreis Ravensburg) und studiert seit Herbst 2005 an der Popakademie Mannheim Gesang und Gitarre. „Wenn ich ehrlich sein darf, der Name ‚Popakademie’ ist richtig schlecht“, sagt Emu. „Das klingt nach breiter Masse, dabei haben hier auch exotischere Künstler, die sich beispielsweise der psychedelischen Musik verschrieben haben, eine Chance“. Die Popakademie Mannheim, gegründet im Jahre 2003, um Gesangstalenten, Musikern und Musikproduzenten eine Plattform und Ausbildung zu bieten, hat schon manchen Newcomer weitergebracht. Die Studenten können während ihres Popmusikdesign- oder MusikbusinessStudiums wichtige Kontakte knüpfen um auf dem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen. Nicht selten kommt es zu einem Plattenvertrag, wie beispielsweise bei dem Rapper Danny Fresh, der 2006 Xavier Naidoo auf seiner Tour begleitete. Emus Demo-CD hat ihm einen der begehrten Studienplätze an der Popakademie verschafft; immerhin bewerben sich jährlich bis zu 650 Musikinteressierte für die 55 Plätze. Songs von Ufos und Katzen Angefangen hat Emu mit Musik, als er mit acht Jahren ein Keyboard geschenkt bekam. Seine Songs handelten „von Ufos und Katzen, was ein Achtjähriger halt so im Kopf hat“. Die Kassetten hat er heute noch zu Hause und wenn er sie anhört, erinnern sie ihn fast ein bisschen an Stephan Remmlers Band Trio. Nach der Standard Blockflöten-Lernerei hat er Trompete gelernt, was ihm einige Schwierigkeiten bereitete. „Ich wurde nicht so warm mit dem Ding und habe einfach viel zu selten geübt“. Einmal hatte er gar einen Kreislaufzusammenbruch. „Das kam von meinen Hasenzähnen“, meint er und lacht. Er habe stets versucht, die Luft durch seine vorstehenden Zähne zu pressen und Töne zu erzeugen. Einmal hat er sich so angestrengt, dass er einfach umgekippt ist. „Damit hatte es sich dann mit der Trompete“. Danach konzentrierte er sich auf sein Keyboard und die Gitarre. Vor fast drei Monaten hat er sein Album „Sandstrand“ abgeschlossen, an dem er ein Jahr gearbeitet hat. Bis auf ein paar Gastauftritte von Freunden hat er alles selbst getextet, komponiert, alle Instrumente – vom geliehenen Akustik-Bass über die E-Gitarre bis zur Cajón – selbst eingespielt und selbst produziert. Aufgenommen hat er die CD im Keller seines Elternhauses, mit einem einzigen Mikrofon und mehreren Stereoanlagen. „Wie im Büro, ganz spießig“ ist er morgens um 8 Uhr aufgestanden, hat an seiner CD gearbeitet, Mittagspause gemacht und nachts hat er meist noch viele Stunden daran weitergefeilt. Zufall beeinflusst die Musik Leiten lassen hat er sich bei den Songs von seiner momentanen Stimmung und von Zufällen. So auch bei der Wahl der Instrumente: „Ich habe alles genommen, was mir gerade in die Hände gekommen ist.“ So bediente er sich für manche Töne am Heizkörper, an Topfdeckeln und Gläsern. Der Sound ist genauso ungewöhnlich und vielseitig wie der Künstler selbst. Inspiriert ist Emu von Pink Floyd, Robert Plant, aber auch von Hannes Wader und Funny van Dannen. Einen Plattenvertrag hat er noch nicht, aber Emu versucht die Kontakte in der Popakademie zu nutzen. Falls es mit der eigenen Musikerkarriere nicht so hinhaut, könnte er sich vorstellen, Gitarrenlehrer zu werden. Ans Aufgeben möchte er aber nicht denken, denn es ist ihm ein „inneres Bedürfnis Musik zu machen“. Wer mitreden will, muss hören: Im Internet ist der Leutkircher Musiker Emu unter www.emuscrossing.de und www.myspace.com/emumusik
Zwei Titel der CD Sandstrand in der Liederbestenliste
www.liederbestenliste.de 12/2007: Titel: "Ich bin glücklich": Wem Tom Waits dabei einfällt, kennt sich aus. Der Sound ist etwas crunchig, Ein Heizkörper spielt mit. Der zweite Titel: "Zu nah am Feuer": Ein Stück über einen Fußballfreund, der in die Drogenszene abrutschte. Der Junkie ist am Ende. Emu fragt sich, ob auch er etwas falsch gemacht habe... Den Text siehe bei "Texte"
Die CD des Liederwettbewerbs des 5*-Hotels Le Meridiens in Stuttgart ist erschienen. Erster Titel: "Bitter", Emus ironisches Spiel mit Handschellen - aus Plüsch... In Stuttgart begleitete ihn sein Bruder Benedikt mit dem Fagott. Sehr eleganter, spontaner, unaufdringlicher, entspannter, intelligenter Beitrag. Die CD wurde herausgegeben vom Le Meridiens und der Hochschule für Musik Stuttgart.
Neuestes Projekt
Chamäleon - rockig, fetzig: Bei Myspace unter "Freunde"
Derby Orchestra
2005 wird das Elektropunktrashbaby "Derby" geboren und Derya Mutlu alias "Derby" beginnt ihr Studium als "Singer/Songwriter" an der Popakademie Baden Württemberg. Dort lernt sie auch die übrigen Bandmitglieder kennen: damit beginnt die Geschichte von Derby´s Orchestra. Derbys schillernde Persönlichkeit und ihr besonderer Sprachwitz machen die Liveauftritte des Ensembles zu einem unvergleichlichen Event. Derby versteht es auf ihre natürliche und spielerische Art und Weise, das Publikum für sich und ihr Orchestra zu begeistern. Die gebürtige Bremerin wird von dem energischen und kraftvollen Sound ihres Orchestra's getragen. Die Band versteht es ausgezeichnet, den musikalischen Sound von Derby live umzuwandeln.
Wer auf handgemachte Musik mit eingängigen Melodien, fettem Elektro-Rock steht, aber ebenso ein Liebhaber von Stand Up Comedy, Go Go Girls, Streichern und geschmackvollem Trash ist, wird bei dieser ungewöhnlichen und liebenswerten Combo voll auf seine Kosten kommen.